Infos über die weniger bekannten Sehenswürdigkeiten in Krakau kannst Du in diesem Artikel nachlesen.
Krakau (Kraków), die zweitgrößte Stadt Polens, ist die kulturelle und religiöse Hochburg des Landes. Der weitläufige Hauptplatz mit der imposanten Marienkirche und der Tuchhalle, aber auch die mächtigen Stadtmauern rund um das Florianstor lassen heute noch die einstige Stärke Krakaus erahnen. Krakau war bis zum späten 16. Jahrhundert sogar die Hauptstadt des Königreichs Polen – eine Tatsache, worauf viele Krakauer stolz sind. So sehr, dass der Argwohn der „geheimen“ Hauptstadt gegenüber dem „Thronräuber“ Warschau überaus präsent ist.
Krakau hat seinen Besuchern viel zu bieten. Der Hauptplatz oder der Wawel-Hügel sind aber ebenso „Pflichtprogramme“, wie das jüdische Viertel Kazimierz oder Schindlers Emaillefabrik. Erfahrene Touristen buchen dazu eine Busreise nach Auschwitz oder zum Salzbergwerk Wieliczka. Krakau hat sehr viel zu erzählen. Was haben Leonardo da Vinci, das Turiner Grabtuch oder ein Brudermord mit Krakau zu tun? Mit unseren Tipps für Deine Krakau Reise wirst Du bestens beraten. Wenn Du Krakau mal anders erleben möchtest und die weniger bekannten Sehenswürdigkeiten entdecken willst, bist Du hier genau richtig.
Der Krakauer Hauptplatz (Rynek Główny) ist die zentrale Anlaufstelle für Touristen. Der große historische Platz aus dem 13. Jahrhundert begeistert mit seiner atemberaubenden Architektur. Hier herrscht stets buntes Treiben. Taubenfüttern, schlendern durch die Tuchhalle (Sukiennice) und selbstverständlich die Krakauer Marienkirche sind absolute Highlights. Kaum jemand achtet jedoch auf das hängende Messer am Osteingang der Tuchhalle – also direkt gegenüber der Marienkirche. Das Messer erzählt über eine alte, tragische Geschichte, die sich hier abgespielt haben soll. Der Sage nach wurden zwei Brüder mit dem Bau der beiden Türme der Kirche beauftragt. Die Brüder strebten in die Höhe. Als der jüngere Bruder jedoch feststellte, dass sein Bruder den höheren Turm erbaute, stach er aus Neid auf ihn ein. Anschließend stürzte er sich vom Turm in die Tiefe. Das Messer ist bis heute zu sehen und auch die beiden Türme der Marienkirche erinnern an den Brudermord.
Unter dem Hauptplatz von Krakau erwartet den Besucher eine wahrlich andere Welt. Hier wurde nämlich das mittelalterliche Krakau zum Leben erweckt. Das vergleichsweise neue und sehr moderne Stadtmuseum Rynek Podziemny erzählt über das mittelalterliche Alltagleben in Krakau. Die Ausstellung ist interaktiv gestaltet und die freigelegten Objekte stimmungsvoll beleuchtet. Wenn Du die reiche Geschichte Krakaus verstehen möchtest, wirst Du hier fündig. Der Eintritt ist nicht besonders hoch, einen Besuch würden wir also auf jeden Fall mit gutem Herzen empfehlen.
Dass Krakau eine Hochburg der Künste ist, wirst Du im Czartoryski-Museum hautnah erleben. Das Czartoryski-Museum beherbergt eine reiche Sammlung an Kunstschätzen, darunter eines der bekanntesten Gemälden Leonardo da Vinci’s. Die Dame mit dem Hermelin eines der vier von Leonardo da Vinci gemalten Frauenporträts aus dem späten 15. Jahrhundert. Anders als die Mona Lisa (das vierte Gemälde in der Reihe) mit ihren teils hysterischen Touristenmassen, kannst Du die Dame mit dem Hermelin in aller Ruhe und ohne Stress betrachten. Die da Vinci-Erfahrung im Czartoryski-Museum ist im Vergleich mit dem Louvre absolut verblüffend, somit schafft sie es auf unsere Liste der weniger bekannten Sehenswürdigkeiten in Krakau.
Krakau ist eine Stadt der prächtigen Kirchen. Eine dieser beeindruckenden Bauten sticht besonders hervor, weil sie die exakte Kopie des berühmten Turiner Grabtuches aufbewahrt. Die Franziskanerkirche (Bazylika Franciszkanów św. Franciszka z Asyżu) steht am Allerheiligenplatz, der Eingang befindet sich von der Seite des Franziskanerplatzes. Im Inneren der Kirche wirst Du nicht nur Wandmalereien und aufwendig gestaltete bunte Mosaikfenster, sondern auch das Turiner Grabtuch bewundern können – zumindest, wie bereits erwähnt, eine Kopie von ihm. Das Grabtuch von Jesus Christus ist jedenfalls ein bleibendes Erlebnis und eines der weniger bekannten Sehenswürdigkeiten in Krakau.
Der Königshügel Wawel ist für seine bunte Kathedrale und für die königliche Residenz bekannt. Die Kathedrale ist gleichzeitig eine nationale Gedenkstätte, hier fanden viele polnische Könige und Nationalhelden ihre letzte Ruhestätte. Nach einer Runde in der Kathedrale empfiehlt es sich, den Sigismund-Turm zu besteigen. Oben angekommen wartet nicht nur eine spektakuläre Aussicht auf Dich, sondern auch die Sigismund-Glocke (Dzwon Zygmunt). Sie ist die größte Glocke der Wawelkathedrale.
Krakau ist untrennbar mit den Schreckensjahren der nationalsozialistischen Herrschaft. Spätestens seit dem Film Schindlers Liste sind auch dem breiten Publikum der Name Oskar Schindler, das jüdische Ghetto oder das Arbeitslager in Plaszów bekannt. Wer sich für die jüdischen Schicksale interessiert, der sollte sich neben der Emaillefabrik und dem Platz der Ghettohelden (Plac Bohaterów Ghetta) auch die Fragmente der Ghettomauer im Bereich der Straße Lwowska nicht entgehen lassen. Schindler Liste wurde darüber hinaus im Stadtteil Kazimierz gedreht (beachte den Bereich rund um Józefa).
Weniger bekannt sind die Überreste des Arbeitslagers in Plaszów. Dazu einfach die Straßenbahn nehmen und bei Dworcowa aussteigen. Von hier sind nur noch wenig Schritte zum Gelände. Dort stehen unter anderem das Graue Haus (Szary Dom), welches für die SS als Folterkammer diente und auch das Rote Haus (Czerwony Dom), welches von Amon Göth bewohnt wurde. Letzteres ist heute in privaten Händen und ist daher nicht öffentlich zugänglich. Das Gelände ist riesig, festes Schuhwerk ist Voraussetzung.
Die polnische Küche ist erstklassig und wenn Du mal keine Zeit für einen Restaurantbesuch haben solltest, wird Dich eine Zapiekanka („Überbackenes“) garantiert aufmuntern. Zapiekanka ist ein überbackenes Baguette, belegt mit den verschiedensten Zutaten und reichlich mit Sauce übergossen. Zapiekanka ist in Polen eine Institution, eine Art nationales Street Food. Wenn Du die polnische Seele, und somit Krakau verstehen möchtest, dann musst Du reinbeißen. In diesem Sinne bis bald und do widzenia in Krakau!
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