Die Reise nach Hallstatt ist von Salzburg oder Wien aus besonders mit dem Zug unkompliziert. Von Wien aus braucht man etwa 3 Stunden mit Umstieg in Attnang-Puchheim. Der Zug fährt an Ortschaften wie Traunkirchen oder Bad Ischl mit wunderbaren Aussichten vorbei, was die Vorfreude sicher steigert. Die Alpenkulisse ist unbeschreiblich!
Im Bahnhof Hallstatt angekommen, musst Du eine kleine Fähre nehmen, die Dich in wenigen Augenblicken zu Hallstatt rüberfährt. Die Abfahrtszeiten orientieren sich an die Ankunft der Züge. Das Ticket für die Überfahrt kostet 3€ (Einzelticket).
Tipp: Unbedingt Kleingeld mitbringen, da man keine Kartenzahlung akzeptiert.
Die Übernachtung in Hallstatt
Eine Übernachtung in Hallstatt ist nicht unbedingt notwendig. Denn die Hotels sind schlicht überteuert und wetteifern mit Paris oder London. Eventuell lohnt es sich, eher in benachbarten Gegenden nach einer passenden Unterkunft zu suchen. Die preiswerteste Beherbergung, die wir im September finden konnten, kostete über 100€. Das ist ein stolzer Preis für eine Nacht und außerdem ist nach 18 Uhr in Hallstatt schon so menschenleer, dass man auch im Zentrum nur wenig unternehmen kann. Lediglich wenige Restaurants und Gasthöfe bleiben offen, Kleingeschäfte und Souvenirshops schließen hingegen ziemlich früh. Damit zwingt die kleine Gemeinde der großen Touristenmenge eine gewisse Eigendynamik auf.
Die Hallstätter
Die lokale Bevölkerung ist äußerst freundlich und zuvorkommend. Dies gilt übrigens, erfahrungsgemäß, auch für ganz Ober-Österreich. Die Hallstätter sind tagsüber kaum zu sehen. Das kann man ihnen übrigens angesichts der unzähligen Tagestouristen kaum verübeln. Abends sieht die Lage wieder etwas anders aus, wenn der letzte Touristenbus Hallstatt verlassen hat.
Aussichtspunkte in Hallstatt
Diese Sehenswürdigkeit solltest Du in Hallstatt nicht verpassen:
Der berühmteste Aussichtspunkt von Hallstatt liegt an der Gosaumühlstraße und ist das wohl beliebteste Fotomotiv der Gemeinde. Um dorthin zu gelangen, musst Du nur wenige Minuten vom Marktplatz in nördlicher Richtung entlang des Hallstätter Sees laufen.
Ein weiterer Aussichtspunkt ist der sogenannte Skywalk. Diesen kannst Du zu Fuß erreichen, indem Du den Beschilderungen folgst (Achtung! – Alpiner Wanderweg) oder einfach die Bergbahn nimmst, die allerdings kostenpflichtig ist.
Salzwelten Hallstatt
Obwohl wir bis zur letzten Sekunde überlegt haben, ob wir diese Sehenswürdigkeit in Hallstatt wirklich besuchen möchten, haben uns die Salzwelten schließlich doch überzeugt. Einige Nachteile gibt es allerdings schon:
Der recht hohe Preis wäre vor Ort schon „Normalität“, aber der Umgang mit den Menschenmassen war nicht unbedingt erfolgreich. Wir mussten dicht gedrängt in einer Schlange mehr als eine halbe Stunde anstehen, bis die Tour beginnen konnte.
Der Rundgang wurde jedoch von interessanten Informationen über den Salzabbau und die Geschichte der Region begleitet. Ein großer Pluspunkt ist die interaktive Gestaltung der Tour: Mehrere Lichtershows, interessante Beiträge von einem Guide und Rutschen sorgen für viel Spaß und Abwechslung. Auf der Bergmannsrutsche werden automatisch Fotos gemacht, die am Ende der Tour verkauft werden. Wenn Du kein weiteres Geld in den Salzwelten loswerden willst, dann schau Dir die Fotos am besten gar nicht erst an, denn sie verleiten einen garantiert dazu, diese zu kaufen.
Eine Bootfahrt auf dem Hallstätter See
Den Hallstätter See auf eigener Faust zu entdecken klingt doch spannend, oder? Eine Bootsfahrt mit einem Tret- oder Elektroboot macht es möglich! 30 Minuten kosten etwa 20€. Für die Bootsfahrt braucht man keinen Führerschein und man kann eigentlich auch nichts falsch machen. Die freundlichen Hallstätter erklären einem, was zu tun ist und dann kann es schon losgehen. Achte auf die Zeit, denn diese vergeht auf dem Boot besonders schnell.
Alternativ kannst Du einen Schiffsrundgang am See buchen, Einstiegsmöglichkeiten sind der Marktplatz sowie die Station „Lahn“.
Kurioses in Hallstatt
In Hallstatt gibt es eine besondere Themenführung zum Thema „Religion“. Ganz sicher kommt man damit nicht an dem Beinhaus vorbei. Zwischen Berg und See befinden sich in einem kleinen Raum über 1200 Schädel, einige davon bemalt und nach Familien sortiert. Das Beinhaus ist unter der Michaelskapelle im örtlichen Friedhof zu finden. Der Friedhof selbst ist auf Felsenterrassen um die Pfarrkirche angelegt worden.
Neben dem Welterbe-Museum ladet ein übergroßes Schachspiel Groß und Klein zum Spielen ein. Wer also etwas Zeit mitbringt, kann hier sicherlich eine kleine Pause einlegen, kurz Luft schnappen und das Ambiente genießen.
Apropos Luft: „12 Liter reine Luft aus der einer der schönsten Naturlandschaften der Welt – für 120 Inhalationen“ – so lautet der Slogan für eine Flasche Luft aus Hallstatt. Die Flaschen kann man jeweils für 10€ an einem Automaten an der Seepromenade erwerben. Die Luft aus der Flasche soll Kopfschmerzen lindern und das Immunsystem stärken. Für uns Europäer zwar neu und ziemlich eigenartig, für viele Menschen aus Asien aber DAS Souvenir schlechthin aus Hallstatt!
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